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Freiburg führt Pfandsystem für To-go-Becher ein - ein Pilotprojekt

Freiburg führt Pfandsystem für To-go-Becher ein - ein Pilotprojekt

Wann: November 2016 - November 2017

Wo: Freiburg

 

Als erste deutsche Stadt hat Freiburg ein Mehrwegsystem für To-go-Becher eingeführt. Der Mehrwegbecher ist aus spülmaschinenfestem Kunststoff und kann 400 mal benutzt werden.

Schnell unterwegs einen Kaffee geschlürft und dann weg mit dem Plastik- oder Pappbecher. Leider landet der nicht immer im Abfalleimer, sondern wird irgendwohin geschmissen. Der Abfallberg, den städtische Müllmänner abtragen müssen, wächst unter anderem dadurch gigantisch. Doch das soll sich jetzt ändern: Auf "To-go-Kaffeebecher" gibt es in Freiburg ab sofort Pfand, ähnlich wie bei den Pfand-Plastikflaschen. 15 Café-Betreiber in der Innenstadt machen bei dem Pilotprojekt "FreiburgCup" mit. Die Startauflage beträgt 5.000 Stück, das Pfand pro Becher 1,- Euro, so Michael Broglin, der Geschäftsführer der Freiburger Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASF). Sie hat den wieder verwendbaren To-go-Becher entwickelt.

 

 

 

Stadt führt Pfandsystem für To-go-Becher ein

Wie wird "To-go-Pfand" ankommen?

Zunächst werden die beteiligten Cafés und Bäckerei-Ketten in Freiburgs Innenstadt die wiederverwertbaren Kaffeebecher mit Pfand ausgeben. Man hoffe, dass dies bei Kaffeekunden gut ankommt, heißt es seitens der Stadt, dann könne das Mehrwegsystem großflächig eingeführt werden. Gute Erfahrung hat im Vorfeld ein Freiburger Szene-Lokal gemacht: die Kaffeebecher wurden unter dem Motto "pfandtastisch und müllfrei" wieder zurückgebracht.

Freiburg mit Becher-Pfand Vorreiter im Land

Freiburg ist nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe die erste baden-württembergische Stadt, die ein solches System einführt. Nach Angaben einer Sprecherin des Städtetags Baden-Württemberg hat die Idee der Müllvermeidung beim Kaffeetrinken bei den Abfallwirtschaftsbetrieben in den Kommunen immer mehr Anhänger. Die Verbraucher reagieren nach Angaben des Städtetags jedoch nur zögerlich, wie erste Erfahrungen zeigen.

Initiative "tü-go" aus Tübingen

Auch in Tübingen hatte es bereits eine Initiative namens "tü-go" für Mehrwegbecher gegeben. In der 86.000-Einwohner-Stadt wurden seit April 2.000 Mehrwegbecher verkauft. Wer seinen eigenen Becher mitbringt, bekommt den Kaffee günstiger.

In Deutschland werden nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe stündlich 320.000 Papp-Kaffeebecher verbraucht. Der Verband begrüßt die lokalen Initiativen für Mehrwegbecher und wünscht sich laut einem Sprecher darüber hinaus ein bundesweites Pfandsystem.

Quelle: SWR-Fernsehen, 21.11.2016- zur Website geht's hier...

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