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Wings for Life World Run - Die Welt vereint in einem Lauf

Wings for Life World Run - Die Welt vereint in einem Lauf

Wann: 08. Mai 2016

Wo: auf der ganzen Welt

 

Über den Lauf

Wings for Life World Run: Laufen für die, die es nicht können.

Es begann mit einer einfachen, aber faszinierenden Idee, geboren beim Lay-Over am Moskauer Flughafen: Was, wenn man es schaffen würde, die ganze Welt zum Laufen zu animieren? Jeden, weltweit, am selben Tag, zur exakt gleichen Zeit. Ein Rennen epischen Ausmaßes, an dessen Ende nur ein einziger Läufer übrig bleiben würde. Aber war ein solches Rennen überhaupt machbar? Ja.

Anita Gerhardter ist CEO der Wings for Life Stiftung und Urheberin dieser einzigartigen Idee. Die Mission ihrer Stiftung ist ebenso einfach wie weitgreifend: Querschnittlähmung heilbar machen. Zwei Jahre nach dem Moment am Moskauer Flughafen erblickte der Wings for Life World Run das Licht der Welt – samt einer kleinen aber feinen Besonderheit: dem Catcher Car. Die Catcher Cars sind mit Sensoren und Messtechnik ausgestattete Autos, die im Rahmen des Rennens dazu dienen, die Läufer im wahrsten Sinne des Wortes einzufangen. Die Teilnehmer des Wings for Life World Run laufen also nicht etwa einer Ziellinie entgegen, sie laufen vor ihr davon.

Grenzen überschreiten

Nachdem das Rennformat final ausgearbeitet war, wandten dich die Initiatoren des Wings for Life World Run dem Catcher Car zu. Um Tausende Läufer weltweit gerecht bewerten und ihre Leistungen akkurat messen zu können, bedurfte es komplett neuer Messtechnik. Um sicher zu stellen, dass das Rennen auch jedes Jahr ein Ende findet, entwickelte man einen weltweiten Tempoplan, der festschreibt, in welchen Intervallen die Catcher Cars ihre Geschwindigkeit erhöhen, damit auch der letzte Läufer eingeholt wird.

 

Von Österreich in die Welt

Als am 4. Mai 2014 ein ausgewähltes Team von Zeitmess-, Technologie-, Kommunikations- und Medien-Experten im Globalen Rennzentrum im österreichischen Spielberg zusammenkam, war die Anspannung der Anwesenden groß. Nach zwei Jahren intensiver Planung fühlten sich die Sekunden des Countdowns zum ersten Wings for Life World Run an wie Stunden. Dementsprechend leise wurde es kurz vor dem Startschuss in Spielberg. Die große Frage im Raum: Würde alles reibungslos klappen?

Mit dem erfolgreichen Start des Rennens kamen die lachenden Gesichter. Kurz darauf schwappten die ersten Daten, Bilder und Geschichten aus aller Welt in das Globale Rennzentrum in Spielberg. Es war ein Tag der persönlichen Erfolge – vom ersten nach 5 km eingeholten Läufer im französischen Hennebont über die unterhaltsame tanzende Lady in Pink in Österreich bis hin zu den vielen Teams, die in Australien, Südafrika, Kanada und Polen liefen und ihre Geschichten via Social Media mit der Welt teilten.

Getreu dem Motto des Wings for Life World Run, so viele Menschen wie möglich weltweit zur exakt gleichen Zeit zum Laufen zu animieren, wurde 2015 der Selfie Run ins Leben gerufen. Dank des Selfie Runs und der Wings for Life World Run App hatten nun auch diejenigen eine Chance am Rennen teilzunehmen, die es nicht zu einer offiziellen Wings for Life World Run Location schaffen würden. Vom Polarkreis bis zur kanadischen Prärie machten Hunderte Läufer von dieser einmaligen Gelegenheit Gebrauch. Auch Formel-1-Star Daniel Ricciardo ging mit der Wings for Life World Run App für die laufen, die es nicht können und legte in Monaco mit der Startnummer 1 satte 12.56 km zurück.

Die Läufer in den offiziellen Locations trauten ihren Augen nicht, als sie sahen, dass sie Seite an Seite mit Stars wie dem britischen Formel-1-Star Mark Webber in Silverstone liefen. In Ljubljana gab sich sogar Sloweniens Präsident Borut Pahor die Ehre, in Dubai der Prinz der Vereinigten Arabischen Emirate Abdulaziz Turki Al Faisal.

 

Das Beste kommt zum Schluss

Doch der beste Moment kam für viele zum Schluss, als die Catcher Cars mit ihren vielen namhaften Fahrern an ihnen vorbeifuhren. Verständlich: Was kann es Schöneres geben, als am Ende eines harten Rennens von Formel-1-Star David Coulthard, Paris-Dakar-Meister Marc Coma oder Stratos-Legende Felix Baumgartner bejubelt zu werden?

 

Erfolgreiche Kombination

Ob Spaß-Lauf oder ambitionierter sportlicher Wettkampf – beim ersten Wings for Life World Run ist jeder auf seine Kosten gekommen. Erster globaler Wings for Life World Run Champion wurde die damals 18-jährige Norwegerin Elise Molvik, die ganze 54.97 km zurücklegte, ehe sie das Catcher Car überholte. Weltweit sind zudem Ultraläufer wie Südafrikas Eric Ngubane, Italiens Giorgio Calcattera und Amerikas Michael Wardian tausende Kilometer voneinander entfernt gegeneinander angetreten – der globale Rennsieger der Männer hieß dabei zweimal Lemawork Ketema, der sich beide Male gegen den starken Peruaner Remigio Quispe durchsetzen konnte. Ein weiteres Highligh 2015: In Schweden stahl Aron Anderson im Rollstuhl allen die Show, als er das Rennen in Kalmar mit 64.82 km für sich entschied und sich den nationalen Titel sicherte.

Zwei Jahre nach seiner Gründung können sich die Zahlen des Wings for Life World Run mehr als sehen lassen: 136,677 Menschen haben an über 40 Locations weltweit an dem Lauf für den guten Zweck teilgenommen und gemeinsam über €7 Millionen gesammelt – Spendengeld, das direkt in Projekte zur weltweite Rückenmarksforschung fließt.

 

Was die Zukunft bringt

Der Wings for Life World Run war von Beginn an ein organisches Wesen, das ebenso unerwartet wie schnell gewachsen ist – sehr zur Freude seiner Initiatoren. Ein Rennen, dessen Ziel es ist, Läufer in jeder noch so entlegenen Ecke der Welt zum Laufen für die zu animieren, die es nicht können – das ist etwas einzigartiges. Und jeder der am Rennen teilnimmt, trägt dazu bei, Querschnittslähmung eines Tages heilbar zu machen.

Mehr Infos und Eindrücke gibt es hier auf der Website

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