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Naschen und gutes Tun - Klasse!
am 05.06.2012 von Angelika H.

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Ritter Sport die Kakao-Kooperation

 

Welchen Hintergrund hat das Engagement?

Das jahrelange Engagement von RITTER SPORT in Nicaragua und die Entwicklungspartnerschaft zwischen dem Familienunternehmen, dem Deutschen Entwicklungsdienst und der nicaraguanischen Organisation ADDAC ist ein gutes Beispiel dafür, dass RITTER SPORT BIO-Schokolade nicht nur für denjenigen gut ist, der sie isst: Einerseits sichert eine Abnahmevereinbarung ebenso wie die fairen Preise, die RITTER SPORT garantiert, den Kakao-Bauern und ihren Familien eine gute Lebensgrundlage, zum anderen können die Experten von RITTER SPORT auf der Suche nach optimalen Rohstoffen in aller Welt selbst viel von ihren Partnern lernen. Denn der persönliche Kontakt mit den Bauern vor Ort ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine gute Schokolade und ganz besonders auch für eine gute Bio Schokolade.

Der Kakaoanbau Nicaraguas befindet sich in den Händen von rund 6.500 zum Teil extrem armen Familienbetrieben, welche beim Anbau und dem Verkauf des Kakaos völlig auf sich allein gestellt sind. Aufgrund fehlender Kenntnisse im Kakaoanbau, der Kakaoverarbeitung und -vermarktung sowie eines fehlenden Qualitätsfocuses, werden nur kleinere Mengen Kakao in geringer Qualität produziert und damit niedrige Preise weit unter Weltmarktpreis-Durchschnitt erzielt. Hinzu kommen die Transportschwierigkeiten für die Bauern um ihren Kakao zu verkaufen, die besonders durch die extrem schlechte Infrastruktur verursacht werden. Darüber hinaus findet eine Abwanderung in unberührte Gebiete statt, da die Böden durch Misswirtschaft an Fruchtbarkeit verlieren. Eine schwierige Situation für Mensch und Natur.

Ein Lösungsansatz für diese Situation ist die Verbreitung alternativer und nachhaltiger Anbaumethoden. Deshalb gründete das Geschwisterpaar Ritter 1990 das agroforstliche Projekt „Cacaonica“ für fairen und ökologischen Kakaoanbau. Es ging darum, die wirtschaftliche Situation der Bauern Nicaraguas zu verbessern und ihnen mit dem Kakaoanbau eine Lebensgrundlage zu ermöglichen. Dies hat den positiven Nebeneffekt, dass der Regenwald, aufgrund der veränderten wirschaftlichen Situation der Bauern geschützt wird, da die Motivation zur Abholzung um Weide- und Ackerland zu gewinnen entfällt..

Wie sieht das Engagement heute aus?

Seitdem sind 20 Jahre vergangen und auch am anderen Ende der Welt steht die Zeit nicht still. Aus dem Projekt hat sich eine öffentlich-private Entwicklungspartnerschaft (PPP) zwischen RITTER SPORT, dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) und der nicaraguanischen Organisation ADDAC entwickelt. Ziel dieser Kooperation ist die langfristige Verbesserung des Einkommens der Kakao-Bauern und der Schutz der Umwelt durch eine biologische Landwirtschaft.
In dieser Partnerschaft setzt RITTER SPORT sein Engagement in Nicaragua fort und beendet zugleich die ausschließliche Förderung, der von RITTER SPORT gegründeten Kooperative Cacaonica. Statt einer singulären Unterstützung einer Kooperative bietet RITTER SPORT jetzt allen Kakaobauern – unabhängig davon ob und in welcher Kooperative sie organisiert sind – die Möglichkeit, ihren Kakao für einen sehr guten Preis zu verkaufen.

Das hervorragende Zusammenspiel der Partner ermöglichte in kurzer Zeit die Zusammenarbeit mit 20 Kooperativen in Nicaragua. Zum Beispiel Kakao-Bauern von Cacaonica, Nueva Waslala, Rios de Agua Viva, Bocay, Siuna, La Campesina, La Campana, Muelle Los, El Rama, Tamagas, Nueva Guinea und den im Süden ansässigen Kooperativen Cosemucrim, Castillo und Guatuzos liefern bereits ihren Kakao an RITTER SPORT.

Wie werden die Bauern unterstützt?

RITTER SPORT bildet die unverzichtbare wirtschaftliche Komponente und Grundlage der Partnerschaft. Das Familienunternehmen schafft, wie bereits in der vorangegangenen Förderungsmaßnahme „Cacaonica“ über eine faire Preis- und Abnahmegarantie die Voraussetzung und die eindeutigen Signale für die Entwicklung und Verbesserung des Kakaoanbaus in Nicaragua. Jeder Kakaobauer erhält für seinen Bio- als auch für konventionellen Kakao, der den hohen Qualitätsansprüchen von RITTER SPORT entspricht, einen deutlich über dem Weltmarktniveau liegenden Preis. Eine sehr gute Lebensgrundlage für die Bauern.

Der Kakao wird in der von RITTER SPORT neu gebauten, zentralen Annahmestation in Matagalpa angenommen und gelagert. Die angegliederte Trocknungsstation bietet außerdem die Möglichkeit, bei einer vorhandenen Restfeuchte in den Kakaobohnen, diese nachzutrocknen. Gleichzeitig erhalten die Kakao-Bauern eine indirekte finanzielle Unterstützung. Dazu gehört z.B. die Übernahme der Kosten für die Bio-Zertifizierung. Auch Transportkosten werden übernommen. Dies hat bei den infrastrukturellen Gegebenheiten eine große Bedeutung. Die Transportwege der Kakaobauern zur Ankaufs- und Trocknungsstation sind oft weit und mangels Fahrzeugen auch oft unmöglich. Durch die Übernahme dieser Kosten können die Bauern ihre Kakaobohnen dort abgeben, wo sie einen fairen Preis für ihre erbrachte Leistung erhalten.

Eine weitere wichtige Grundlage zur Unterstützung der Bauern ist die Stärkung ihrer Organisation untereinander, welche von den Kooperationspartnern gefördert wird. Durch die Zusammenarbeit mehrerer Kakaobauern in Kooperativen werden viele kleine Kakaomengen gebündelt, so dass eine bessere Vermarktung zu höheren Preisen möglich ist.

Die Kakao-Kooperativen erhalten eine professionelle landwirtschaftliche Beratung durch die Partner von RITTER SPORT, den Entwicklungshelfern des DED und ADDAC. Die angebotenen Schulungen umfassen alle Phasen des Kakaoanbaus: den Anbau, die Ernte und Nacherntebehandlung. So lernen die Bauern z.B., dass der Ertrag einer Kakaopflanze um 15% gesteigert wird, wenn in den Erntephasen reife Früchte nicht täglich, sondern alle 15 Tage geerntet werden. Auch die besonders empfindlichen Prozesse der Kakaofermentierung und Trocknung benötigen optimale Rahmenbedingungen. Von der Kistengröße bis hin zur Dauer der Trocknung wird alles genau festgelegt. Auch bei der Annahme und Lagerung wird die Qualität der Bohnen kontinuierlich überprüft. Die hervorragende RITTER SPORT Qualität wird dadurch in jeder Stufe der Produktionskette erreicht.

Große Erfolge in kurzer Zeit.

Insgesamt ist durch das Engagement die Produktion von Kakao in Nicaragua wesentlich effizienter, qualitativ hochwertiger und wirtschaftlicher geworden. Die große Bekanntheit und Anerkennung des Projektes ermöglichte in kürzester Zeit die Zusammenarbeit mit weiteren Kooperativen und Bauernfamilien.

Und auch die Natur wird geschont. Durch den Einsatz von Mischkulturen beim Anbau des Kakaos, z.B. von Kakao, Bananen und Mais, wird die Fruchtbarkeit der Böden erhalten und damit die Notwendigkeit zur Schaffung neuen Ackerlandes durch die Abholzung weiterer Regenwaldgebiete eingedämmt. Dies schützt die Flora und Fauna in Nicaragua und erhöht damit die Biodiversität, die Artenvielfalt.

Dass das Engagement im wahrsten Sinne des Wortes Früchte trägt, merken nicht nur die Bauern in Nicaragua. Auch für RITTER SPORT bedeutet es immer hochwertigeren organischen Kakao in steigenden Mengen.

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